Innovative Technologien und nachhaltige Lösungen
Der Schwerpunkt unserer innovativen nachhaltigen Lösungen liegt auf Energieeffizienz, sauberer Energie, nachhaltigen Lebensmitteln und Wasser. Alles beginnt mit einer zirkulären Denkweise, die die Grundlage für Nachhaltigkeit bildet. Gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern und unseren Partnern tragen wir zur Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit bei.
Alfa Laval hat sich dem Schutz der natürlichen Ressourcen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette verschrieben.
Unser Fokus:
- Verbesserung der Prozesseffizienz
- Verlängerung der Produktlebensdauer
- Wiederverwendung und Recycling
Die Lösungen für heute und morgen liefern
Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren
Es wird erwartet, dass die Rechenzentrumsbranche in den kommenden Jahren aufgrund von KI und der fortschreitenden Digitalisierung stark wächst. Gleichzeitig zählt sie zu den größten Stromverbrauchern, wobei rund 90 % der eingesetzten Energie als Abwärme verloren gehen.
Die Nutzung dieser überschüssigen Wärme bietet großes Potenzial, um CO₂-Emissionen zu reduzieren, die Energieversorgung zu stärken und Energiekosten zu senken.
Mehr über Wärmerückgewinnung in Rechenzentren erfahren (EN)
Mehr über WHR (Wärmerückgewinnung aus Abwärme) erfahren (EN)
Praxisbeispiel: Großes Rechenzentrum in Odense, Dänemark (EN)
Rückgewinnung überschüssiger Wärme aus der Industrie
Die Industrie ist für rund 30 % des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Die dabei entstehende Abwärme beläuft sich allein in der EU auf mehr als 2.800 TWh pro Jahr und entspricht damit nahezu dem gesamten Energiebedarf für Heizung und Warmwasser im Wohn- und Dienstleistungssektor.
Die Integration industrieller Abwärme in Fernwärmesysteme durch die Kopplung verschiedener Energiesektoren bietet erhebliche Vorteile, darunter eine höhere Energiesicherheit, geringere Energiekosten und reduzierte CO₂-Emissionen.
Mehr über die Rückgewinnung von Abwärme erfahren (EN)
Praxisbeispiel: Kemira Kemi, Helsingborg, Schweden (EN)
Praxisbeispiel: Aurubis Group, Hamburg, Deutschland (EN)
Kontrolle von Verbrauchsdaten reduziert den Energieverbrauch
Die Verbesserung der Energieeffizienz ist bei Alfa Laval ein fortlaufendes Anliegen an allen Standorten. Unser Ziel ist es, die Energieeffizienz jährlich um 4 %* zu steigern, gemessen am Energieverbrauch im Verhältnis zum Nettoumsatz.
Alle 15 Minuten erfassen moderne Energiezähler den Verbrauch von Strom, Gas, Fernwärme und Wasser an den Alfa Laval Standorten. Mithilfe des Systems Alfa Laval Energy Management (ALEM) werden diese Echtzeitdaten analysiert, um Verbrauchsmuster zu erkennen und Einsparpotenziale aufzudecken.
Im Jahr 2025 werden rund 80 % des Stromverbrauchs in unseren Produktionsstätten, Servicecentern und Büros erfasst.
* Zielvorgabe überarbeitet im November 2025.
Lantmännen startet eine spannende neue Initiative zur Verarbeitung von Gelberbsen
Lantmännen, eine Genossenschaft im Besitz schwedischer Landwirte, treibt ihre Bemühungen voran, innovative Lösungen zur Schließung der globalen Proteinlücke zu entwickeln. Diese Lücke beschreibt das Ungleichgewicht zwischen der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und dem verfügbaren Angebot. Der Druck nimmt weiter zu, da die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich auf 9,8 Milliarden Menschen anwachsen wird (UN, 2024).
Mehr über die Initiative zur Verarbeitung von Gelberbsen erfahren (EN)
Mehr über die Verarbeitung pflanzlicher Proteine erfahren (EN)
Fortschrittliche Lebensmittelproduktion für eine wachsende Bevölkerung
Die Ernährung einer stetig wachsenden Weltbevölkerung bei gleichzeitiger Verringerung der Umweltauswirkungen der Lebensmittelproduktion ist eine immer größere Herausforderung. Die Vereinten Nationen schätzen, dass wir bis 2050 rund 70 % mehr Lebensmittel produzieren müssen. Gleichzeitig sind unsere heutigen Lebensmittelsysteme für etwa ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen (THG) verantwortlich* und belasten Ökosysteme sowie Land- und Wasserressourcen.
Erfahren Sie mehr über ein widerstandsfähiges globales Lebensmittelsystem. (EN)
Mit Windkraft die Schifffahrt revolutionieren
Die Windantriebstechnologie erhält zunehmend Aufmerksamkeit, da neue Vorschriften zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in Kraft treten. Die Flügelsegel von Oceanbird können den Kraftstoffverbrauch je nach Route um 7 bis 10 Prozent pro Segel senken. Oceanbird ist ein Joint Venture von Alfa Laval und Wallenius und hat in diesem Jahr seinen ersten Prototyp eines Flügelsegels vorgestellt.
Oceanbird-Flügelsegel: Ein robuster Weg zur Dekarbonisierung (EN)
Abwärme aus der Leichtindustrie nutzen
Die Leichtindustrie wird häufig als Sektor mit einem geringeren absoluten Energieverbrauch als die Schwerindustrie beschrieben. Dennoch verursacht dieser vielseitige Industriezweig rund 8 % der industriellen Emissionen. Durch die Rückgewinnung von Abwärme kann überschüssige Wärme aus Prozessen erfasst und beispielsweise zur Vorwärmung von Materialien, zur Gebäudeheizung oder sogar zur Stromerzeugung genutzt werden. Dadurch lässt sich der Energiebedarf deutlich senken.
Hocheffiziente Wärmepumpen bieten eine nachhaltige Alternative. Sie ermöglichen sowohl das Heizen als auch das Kühlen mit geringerem Energieeinsatz und tragen so zur Verbesserung der Energieeffizienz bei.
Mehr über industrielle Wärmepumpen erfahren (EN)
Praxisbeispiel: Alfa Laval, Lund, Schweden (EN)
Wärmepumpen: Bezahlbares Heizen leicht gemacht
Wärmepumpen, die mit emissionsarm erzeugtem Strom betrieben werden, sind eine Schlüsseltechnologie für den globalen Übergang zu einer sicheren und nachhaltigen Wärmeversorgung. Derzeit decken Wärmepumpen rund 10 % des weltweiten Bedarfs an Raumheizung, doch die Installationsrate wächst rasant. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass Wärmepumpen bis 2030 das Potenzial haben, die globalen CO₂-Emissionen um mindestens 500 Millionen Tonnen zu senken. Dies entspricht den jährlichen CO₂-Emissionen aller heute in Europa zugelassenen Pkw.
Erfahren Sie mehr über industrielle Wärmepumpen (EN)
Wasserrecycling ermöglichen
Alfa Laval betrachtet Wasser als eine begrenzte und zunehmend gefährdete Ressource, insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit. Daher haben wir uns das jährliche Ziel gesetzt, die Wassereffizienz in unseren eigenen Betriebsstätten gegenüber dem Vorjahr um 5 % zu verbessern* (m³/Nettoumsatz).
In unseren Servicezentren in Jubail und Yanbu, Saudi-Arabien
Dank Wasserkreislaufsystemen werden 90 % des für hydrostatische Druckprüfungen verwendeten Wassers recycelt. Dadurch werden jährlich mehr als eine Million Liter Wasser wiederverwendet.
An unserem Standort in São Paulo, Brasilien
Nahezu 100 % des betrieblich genutzten Wassers werden wiederverwendet, und es wird kein Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung entnommen. Möglich wird dies durch verschiedene Maßnahmen zur Wassersammlung und -aufbereitung, darunter die Nutzung von Regenwasser, das über das 6.000 Quadratmeter große Dach der Produktionsstätte gesammelt wird.
* Zielvorgabe überarbeitet im November 2025.
Spanischer Kaffeeproduzent senkt seinen Wasserverbrauch mit Optiwia™ deutlich
Da die EU ihre Vorschriften zur Wassernutzung in der Lebensmittelproduktion weiter verschärft, arbeiten viele Unternehmen in Europa intensiv daran, ihre Wasserrisiken besser zu verstehen und ihren Wasserfußabdruck schrittweise zu reduzieren. Dabei liegt der Fokus auf der Senkung des Wasserverbrauchs in Produktionsprozessen, der Steigerung der Effizienz bei Reinigungs- und Kühlprozessen, der Rückgewinnung und Wiederverwendung von Wasser sowie der angemessenen Aufbereitung von Abwasser für die Wiederverwendung oder die Rückführung in lokale Wasserkreisläufe.
Erfahren Sie, wie ein spanischer Kaffeeproduzent mit Optiwia™ seinen Wasserverbrauch deutlich reduzieren konnte.
Mehr darüber erfahren, wie der spanische Kaffeeproduzent mit Optiwia™ Wasser einspart (EN)Mehr über die Optiwia™ Zentrifuge erfahren (EN)
BioteCH4 gewinnt Öl aus Lebensmittelabfällen zurück und erschließt eine neue Einnahmequelle
Ein britisches Abfallwirtschaftsunternehmen nutzt modernste Dekantertechnologie, um eine völlig neue Einnahmequelle zu erschließen: Die Umwandlung von Altölen und Fetten in hochwertigen Rohstoff für die Biokraftstoffindustrie.
BioteCH4 betreibt mehrere Anlagen zur anaeroben Vergärung und verarbeitet gewerbliche sowie private Lebensmittelabfälle aus unterschiedlichen Quellen. Dabei entsteht Biogas, das zur Stromerzeugung genutzt wird.
Erfahren Sie mehr darüber, wie BioteCH4 Öl aus Lebensmittelabfällen zurückgewinnt (EN)
Erfahren Sie mehr darüber, wie der Prodec Oil Plus Dekanter unterstützen kann (EN)
Voyage Intelligence für eine nachhaltige Schifffahrt
Schifffahrtsunternehmen stehen heute vor einer beispiellosen Komplexität: gestörte Handelsrouten, zunehmende Klimarisiken, volatile Kraftstoffmärkte und strengere regulatorische Anforderungen. Voyage Intelligence von StormGeo wird bereits auf über 12.000 Schiffen und bei mehr als 75.000 Reisen pro Jahr eingesetzt. Die Lösung unterstützt Betreiber dabei, Routen zu optimieren, Sicherheitsmargen zu verbessern und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben in einem zunehmend anspruchsvollen maritimen Umfeld sicherzustellen.
Warum Voyage Intelligence das digitale Rückgrat der Kraftstoffwende ist. (EN)
Fernkühlung entlastet Stromnetze durch freie Kühlung
Städte auf der ganzen Welt wachsen, um der steigenden Bevölkerungszahl gerecht zu werden. Dadurch müssen Energiedienstleistungen auf immer mehr Verbraucher ausgeweitet werden. Gleichzeitig führen die zunehmenden globalen Temperaturen infolge des Klimawandels zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen, wodurch der Bedarf an Kühlung steigt.
Fernkühlung bietet hierfür eine nachhaltige Lösung. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen ermöglicht sie eine effiziente Kühlung bei geringerer Umweltbelastung, beispielsweise durch die Nutzung natürlicher Kältequellen aus Meeren oder Flüssen (Free Cooling).
Erfahren Sie mehr über Fernkühlung (EN)
Praxisbeispiel: Stadt Toronto, Kanada (EN)
Praxisbeispiel: Stadt Paris, Frankreich (EN)
Dekarbonisierung des Transportwesens mit E-Fuels
Die CO₂-intensive Schifffahrtsbranche ist für rund 2 % der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich. Im Jahr 2022 beliefen sich diese auf 858 Millionen Tonnen. In schwer zu dekarbonisierenden Sektoren wie der Schifffahrt bietet E-Methanol eine vielversprechende Alternative. Dieser flüssige E-Kraftstoff wird aus erneuerbarem Wasserstoff und abgeschiedenem CO₂ hergestellt.
Wird E-Methanol unter Einsatz erneuerbarer Energien und biogenen CO₂s produziert, kann es den Übergang zu einer fossilfreien Schifffahrt beschleunigen und so dazu beitragen, Emissionen deutlich zu reduzieren.
Mehr über Power-to-X erfahren (EN)
Praxisbeispiel: Liquid Wind, Schweden (EN)
Nachhaltiges Protein aus Biertreber aufwerten
Nachhaltige Quellen hochwertiger Proteine sind entscheidend, um die weltweit steigende Nachfrage nach gesunden, erschwinglichen und nahrhaften Lebensmitteln zu decken. Mit ihrer umfassenden Expertise im Bereich Proteinverarbeitung ist Alfa Laval ein idealer Technologie- und Lösungspartner für Unternehmen, die nachhaltige Proteinquellen erschließen und nutzen möchten.
Erfahren Sie mehr darüber, wie der Foodec Dekanter funktioniert.
Aufbereitung und Wiederverwendung von Wasser in der Industrie ermöglichen
Die Industrie ist für rund 20 % der weltweiten Süßwasserentnahmen verantwortlich (UNESCO). Daher ist ein effizientes Wassermanagement von entscheidender Bedeutung.
Alfa Laval betrachtet Wasser als eine begrenzte und zunehmend gefährdete Ressource, insbesondere in Regionen mit Wasserknappheit. Deshalb haben wir uns ein ambitioniertes Jahresziel gesetzt: die Wassereffizienz in unseren eigenen Betriebsstätten im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zu verbessern* (gemessen als m³/Nettoumsatz).
Am Standort Pune, Indien
Am Standort Pune werden sämtliche wiederverwertbaren Abwässer mithilfe der unternehmenseigenen Dekanter und einer Membranbioreaktoranlage von Alfa Laval aufbereitet. Dadurch wird die Abwassereinleitung auf ein Minimum reduziert. Das aufbereitete Wasser wird anschließend für verschiedene Zwecke wiederverwendet, darunter in Produktionsprozessen, Sanitäranlagen und im Alfa Laval Garten.
* Zielvorgabe überarbeitet im November 2025.
Water recovery and circular reuse in oat drink production
As plant-based drinks producers seek to increase production in a global market projected to reach USD 71.46 billion by 2030 (Facts & Figures Research, 2023), innovative leaders in the industry are incorporating ‘sustainability as standard’ and building circularity into their expanding operations.
Read more about water recovery and reuse in oat drink production
Energieeffizienz zur Dekarbonisierung der Industrie
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) liegt 50 % des heutigen Energieeinsparpotenzials im Industriesektor. Eine Steigerung der Energieeffizienz könnte zudem in den nächsten 25 Jahren mehr als ein Drittel der erforderlichen Emissionsreduktionen ermöglichen.
Um diesen Wandel zu beschleunigen, haben Alfa Laval und ABB die Energy Efficiency Movement (EEM) gegründet, eine gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Energieeffizienz in der gesamten Industrie voranzutreiben.
Mehr über Energieeffizienz erfahren (EN)
Mehr über die Energy Efficiency Movement (EEM) erfahren (EN)
In der Praxis: Entdecken Sie unseren nachhaltigen Beitrag in verschiedenen Industriezweigen (EN)
2,5 % CO₂-Emissionsreduktion durch Serviceleistungen
Der Industriesektor ist heute für rund ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs verantwortlich. Seit dem Jahr 2000 ist der Energieverbrauch der Industrie um nahezu 70 % gestiegen.
Studien zeigen, dass durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bis zu 11 % der weltweiten Gesamtemissionen eingespart werden könnten. Zu den wichtigsten empfohlenen Maßnahmen zählt dabei die regelmäßige Wartung von Wärmetauschern.
Neben der Verringerung von Emissionen trägt eine optimierte Instandhaltung auch dazu bei, kostspielige Produktionsausfälle zu vermeiden. Maschinenausfälle verursachen bei Herstellern weltweit Kosten von über 180 Milliarden Pfund pro Jahr.
Mehr über Serviceleistungen zur Optimierung der Energieeffizienz erfahren (E)
Praxisbeispiel: Boliden, Schweden
Südkalifornien setzt auf die Optimierung der Abwasserbehandlung
Der Aufbau eines zuverlässigen, energieeffizienten und nachhaltigen Wassersystems hat in Südkalifornien höchste Priorität. Wasserknappheit und der steigende Wasserbedarf treiben die Entwicklung innovativer Lösungen voran. Für den Orange County Sanitation District (OC San) bedeutet dies, die Effizienz in entscheidenden Phasen des Abwasserbehandlungsprozesses kontinuierlich zu steigern.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kalifornien die Abwasserbehandlung in den Fokus rückt. (EN)
Erfahren Sie mehr darüber, wie ein Aldec G3 Dekanter zur Effizienzsteigerung beitragen kann. (EN)
Umgang mit Wasserknappheit in Saudi-Arabien
Alfa Laval spart jährlich mehr als eine Million Liter Wasser durch die Installation von Wasserrückführungssystemen in den Servicezentren Jubail und Yanbu in Saudi-Arabien.
Diese Initiative zur Wassereinsparung unterstützt das Ziel von Alfa Laval, bis 2030 an allen Produktionsstandorten in Regionen mit Wasserstress 100 % des Wassers wiederzuverwenden.
In wasserarmen Ländern wie Saudi-Arabien spielen innovative Lösungen zur Wasseraufbereitung und Wiederverwendung eine entscheidende Rolle, um die Verfügbarkeit von Wasserressourcen langfristig zu sichern und die Umweltbelastung zu reduzieren.
Mehr darüber erfahren, wie Wasserknappheit in Saudi-Arabien bewältigt werden kann (EN)
Hohe Nachfrage nach fossilfreiem Stahl
Im Durchschnitt entstehen bei der Produktion von einer Tonne Stahl etwa 1,89 Tonnen CO₂-Emissionen. Nach dem Sustainable Development Scenario der Internationalen Energieagentur (IEA) müssen die direkten Emissionen der Eisen- und Stahlindustrie bis 2050 um mehr als 50 % reduziert werden.
Im Jahr 2021 stellte das schwedische Stahlunternehmen SSAB mithilfe der HYBRIT®-Technologie den weltweit ersten fossilfreien Stahl als Machbarkeitsnachweis her. Diese wegweisende Technologie basiert auf wasserstoffreduziertem Eisenschwamm und beseitigt die wichtigste Quelle von CO₂-Emissionen im Stahlherstellungsprozess. Anstelle von CO₂ entsteht dabei Wasser als Nebenprodukt.
Wettbewerbsfähigkeit durch ambitionierte Ziele beschleunigen
Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle dabei, den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) zu reduzieren und den Übergang zu einer widerstandsfähigen, florierenden Wirtschaft mit Netto-Null-Emissionen voranzutreiben.
Die Science Based Targets initiative (SBTi) definiert und fördert bewährte Verfahren für Emissionsreduktionen und Netto-Null-Ziele im Einklang mit den Erkenntnissen der Klimawissenschaft.
Im Rahmen seines Programms zur CO₂-Reduktion mit dem Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, orientiert sich Alfa Laval an den strengen Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols. Darüber hinaus erhöht das Unternehmen seine Ambitionen und zieht das Ziel für Netto-Null-Emissionen in den Bereichen Scope 1 und Scope 2 von 2030 auf 2027 vor.
Die von der SBTi validierten Ziele von Alfa Laval:
Netto-Null-Emissionen in Scope 1 und Scope 2 bis 2030
50 % Reduktion der Scope-3-Emissionen bis 2030
Netto-Null-Emissionen über alle Scopes hinweg bis 2050
Dekarbonisierung der Schwerindustrie
Der Chemiesektor ist der größte industrielle Energieverbraucher und der drittgrößte Industriesektor in Bezug auf direkte CO₂-Emissionen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass etwa die Hälfte des Energieeinsatzes in der chemischen Industrie als Rohstoff (Feedstock) verwendet wird. Dabei wird der Brennstoff nicht als Energiequelle genutzt, sondern dient als Ausgangsmaterial für die Herstellung chemischer Produkte.
Defossilisierung durch erneuerbare Kraftstoffe und Chemikalien
Es wird erwartet, dass sich der weltweite Kunststoffverbrauch bis 2050 von 550 auf 1.150 Millionen Tonnen pro Jahr verdoppelt, wobei die meisten Kunststoffe weiterhin auf fossilen Rohstoffen basieren. Derzeit sind nur etwa 8 % biobasiert und 4 % recycelt, während die Sortierung und das Recycling von Kunststoffabfällen nach wie vor schwierig sind. Kunststoffverschmutzung, einschließlich Mikroplastik, das in menschlichem Gehirngewebe nachgewiesen wurde, stellt ein ernsthaftes Risiko dar. Um fossile Kunststoffe zu ersetzen, muss die Produktion biobasierter Kunststoffe bis 2050 um das Fünffache steigen. PHA, ein biologisch abbaubares und kreislauffähiges Polymer, kann herkömmliche Kunststoffe wie PE und PP in vielen Anwendungen ersetzen.
Effiziente Kühlung von Rechenzentren ermöglichen
Flüssigkeitskühlung ermöglicht ein effizientes Wärmemanagement in Rechenzentren und unterstützt im Vergleich zur Luftkühlung eine höhere Serverdichte, einen geringeren Energieverbrauch sowie eine verbesserte Systemzuverlässigkeit. Der Umstieg auf Flüssigkeitskühlung kann den energiebedingten Kühlungsaufwand nahezu halbieren, insbesondere in Umgebungen mit hoher Leistungsdichte wie KI- und HPC-Anwendungen (High Performance Computing).
Zuverlässige Übertragung von Offshore-Windenergie ermöglichen
Offshore-Windkraft spielt eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Dekarbonisierung. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wird sich die installierte Offshore-Windkraftleistung bis 2030 voraussichtlich vervierfachen und zu einem zentralen Bestandteil auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen werden.
Die Konverterstation des Offshore-Windparks Three Gorges Rudong ist die größte ihrer Art weltweit. Damit der erzeugte Strom möglichst verlustarm an Land transportiert werden kann, wird er für die Übertragung auf Hochspannungs-Gleichstrom umgestellt. Zunächst wird die Spannung in einer Wechselstrom-Umspannstation erhöht und anschließend in der HGÜ-Konverterstation (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt. Der Strom wird dann über große Entfernungen an Land übertragen, dort wieder in Wechselstrom zurückverwandelt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist.