PureBallast

Was Sie wissen sollten

Jahrelang wurde das Thema Ballastwassermanagement vernachlässigt – jetzt ist es vordringlich. Daraus ergeben sich Probleme für viele Schiffseigentümer und -betreiber. Als Pionier in der Ballastwasseraufbereitungstechnik verfügt Alfa Laval über einzigartiges Know-how. Wir haben die richtige Antwort auf alle Ihre Fragen.

Informationen vom Experten

Aus zehn Jahren Erfahrung in der Ballastwasseraufbereitung hat Alfa Laval einen umfangreichen Informationspool zusammengestellt. Dieser unterstützt Sie in Ihrem Entscheidungsprozess.

Diese Information wird gespeichert und verarbeitet gemäß unserer Datenschutzbestimmungen.

Das Buch zum Ballastwassermanagement

„Making sense of ballast water management” enthält umfangreiche Informationen zu Ballastwasservorschriften, Compliance-Alternativen und Aufbereitungstechniken. Das Buch in englischer Sprache liefert wichtige Einblicke, technische Daten, Illustrationen, Diagramme und Tabellen. Bestellen Sie ein gedrucktes Exemplar oder laden Sie das Buch als PDF herunter.

FAQ

Wenn Sie darüber nachdenken, ein Ballastwasseraufbereitungssystem anzuschaffen, ist zunächst einiges zu klären. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen – sowohl zu Alfa Laval PureBallast 3.1 als auch zu gesetzlichen Fragen rund um die Ballastwasseraufbereitung.

Alfa Laval PureBallast 3.1

Die Unterschiede zwischen Alfa Laval PureBallast 3.1 und anderen Systemen liegen auf der Hand und sind leicht zu erklären. Kein System hat vergleichbare Fähigkeiten.

1. Warum steht PureBallast 3.1 für volle Sicherheit in allen Gewässern?

Kurz gesagt bietet PureBallast 3.1 eine Ballastwasseraufbereitung, die allen Anforderungen entspricht und weder den Betrieb noch die Bewegungsfreiheit Ihres Schiffes einschränkt. Das System ist von der IMO und der USCG zugelassen und arbeitet

Diese einzigartige Kombination von Spezialfertigkeiten eröffnet Ihnen eine breite Palette an Möglichkeiten. Ihr Ballastwasseraufbereitungssystem schränkt ihr Fahrtgebiet in keiner Weise ein.

Hinzu kommt die kompromisslose Bauweise von Alfa Laval PureBallast 3.1: Die UV- Reaktoren sind aus Edelstahl mit der Legierung 254 SMO gefertigt und halten bis zu 20 Jahre, ohne ausgetauscht werden zu müssen.

2. Wie unterscheidet sich PureBallast 3.1 technologisch von anderen UV-basierten Aufbereitungssystemen?

Viele Ballastwasseraufbereitungssysteme haben ihren Ursprung in der Trinkwasseraufbereitung. Sie setzen auf Technologien, die ursprünglich an Land eingesetzt und dann für die Wasseraufbereitung zur See angepasst worden sind. Daher eignen sie sich weniger für den Einsatz in einer maritimen Umgebung – zum Beispiel in Gewässern mit einer geringen UV-Durchlässigkeit. Im Gegensatz dazu wurde die leistungsstarke UV-Aufbereitungstechnologie unseres PureBallast 3.1 speziell für den maritimen Einsatz entwickelt.

PureBallast 3.1 kombiniert die UV-Lampen des UV- Reaktors mit Speziallampen, deren Rohre aus synthetischem Quarz sind. Diese Rohre erweitern nicht nur das Wellenlängenspektrum, sie bieten auch eine hohe Übertragungseffizienz und liefern damit mehr UV-Licht für die Desinfektion. Zusammen mit der strömungsoptimierten Konstruktion des UV- Reaktorinneren sorgen die Rohre für eine optimale UV-Konzentration und einen geringen Energieverbrauch.

Eine äußerst effektive Filterstufe unterstützt die leistungsstarke UV-Aufbereitung. Sie entfernt bereits vor der biologischen Desinfektion alle größeren Organismen und Partikel. Gemeinsam ermöglichen die Filter- und die UV- Reaktorstufe selbst bei einer UV-Durchlässigkeit von nur 42 % eine Ballastwasseraufbereitung bei vollem Durchfluss in Süß-, Brack- und Seewasser. Das schafft kein anderes Aufbereitungssystem.

3. Warum ist ein Cleaning-in-Place-Zyklus (CIP) Teil von PureBallast 3.1?

Ohne regelmäßige Reinigung lagern sich in Ballastwasseraufbereitungssystemen Kalziumkarbonat und Metallionen auf den Quartzröhren der UV-Lampen ab. Dies beeinträchtigt die Aufbereitung, da weniger von den Lampen produziertes UV-Licht das Wasser durchdringt.

Eine mechanische Reinigung ist alternativ zu CIP zwar möglich, doch können Wischvorrichtungen Metallionen nicht effizient beseitigen. Diese müssen mit einem Fluid mit geringem pH-Wert entfernt werden. Auch sparen Wischsysteme bei der Reinigung den UV-Sensor im UV- Reaktor aus, der die UV-Durchlässigkeit misst. Ist der Sensor verschmutzt, verbraucht das System mehr Strom als nötig oder wird unzureichend gesteuert.

Zudem besteht bei jeder Art von mechanischer Reinigung – einschließlich der manuellen – die Gefahr, dass die Rohre zerkratzt werden. Eine solche Beschädigung beeinträchtigt die Aufbereitung ebenfalls.

Kurz: CIP spielt eine bedeutende Rolle bei der biologischen Desinfektion von Ballastwasseraufbereitungssystemen. Dies haben auch Tests gezeigt. In einem UV-basierten System zeigen sich die positiven Effekte schon nach der ersten Reinigung. CIP reduziert den Energieverbrauch und maximiert die Einsatzzeit der Quarzrohre. Das hält die Betriebskosten zusätzlich niedrig.

4. Ist PureBallast 3.1 leicht zu installieren und betreiben?

Die Antwort lautet zweimal ja.

PureBallast 3.1 Compact Flex ist die Lösung für alle Platz- und Flexibilitätsprobleme. Für eine ideale und freie Installation bei den meisten Schiffen wird es in einzelnen Komponenten geliefert. Einfach gesagt stellt es das führende Ballastwasser-Verarbeitungssystem auf die im Markt kleinste vorhandene Standfläche – und das bei reduzierten Installationskosten. Der Lampensteuerschrank kann in einer Entfernung von bis zu 30 m aufgestellt werden. So lässt sich auf engem Raum zusätzlich Platz sparen.

Bei genug Platz liefern wir PureBallast 3.1 Compact sogar als vormontierte Plug-and-Play-Lösung – die einzige Lösung auf dem Markt mit einer solch geringen Stellfläche. Dadurch werden Konstruktion und Installation noch weiter vereinfacht sowie Zeit und Geld gespart.

PureBallast 3.1 wird in beiden Versionen, explosionsgeschützt und nicht-explosionsgeschützt, in einzelnen Komponenten und hoher Flexibilität geliefert. Der Lampensteuerschrank kann in einer Entfernung von bis zu 150 m aufgestellt werden. So lässt sich im Motorraum zusätzlich Platz sparen und der Schrank außerhalb der Gefahrenzone in explosionsgeschützten Systemen platzieren.

Da weder Salze noch Chemikalien zum Einsatz kommen, sind keine zusätzlichen Tanks oder Lüftungsanlagen notwendig. Das Öffnen und Schließen der Ventile erfordert kein Eingreifen der Besatzung. Der Betrieb ist vollautomatisiert und wird per Knopfdruck über einen Touchscreen mit grafischer Benutzeroberfläche oder über das integrierte Schiffskontrollsystem gestartet und beendet.

5. Wie effizient ist PureBallast 3.1?

Effizienz kann sich in einem Ballastwasseraufbereitungssystem auf zwei verschiedene Aspekte beziehen: auf die biologische Desinfektionsleistung oder den Energieverbrauch. In der Praxis gehen diese beiden Aspekte Hand in Hand.

Im Hinblick auf die biologische Desinfektionsleistung ist kein System effizienter bei der Neutralisierung von Ballastwasser als PureBallast 3.1. Nur unser System lässt sich in allen Gewässern und auch bei einer UV-Durchlässigkeit von nur 42 % betreiben – und das sogar bei vollem Durchfluss. Das bedeutet, die Geschwindigkeit beim Ein- und Ablassen des Ballastwassers muss nicht reduziert werden.

Aufgrund seiner hohen Leistung arbeitet PureBallast 3.1 zudem äußerst energieeffizient. Das System läuft in IMO-zertifizierten Gewässern zumeist bei nur 50 % seiner potenziellen Antriebsenergie. Nur bei Bedarf, zum Bespiel in Gewässern mit einer extrem geringen UV-Durchlässigkeit, fährt das System auf seine volle Leistung hoch.

Gesetze zur Ballastwasseraufbereitung

Jahrelang wurde über Ballastwasseraufbereitung diskutiert. Nun ist das Ballastwasser-Übereinkommen der IMO (sog. BWM Convention) ratifiziert. Das macht Ballastwasseraufbereitung weltweit zum vordringlichen Thema.

1. Warum sollte ich mich jetzt für ein Ballastwasseraufbereitungssystem entscheiden?

Da nun die BWM Convention in Kraft tritt, ist keine Zeit mehr zu verlieren. Auch wenn Ihr Schiff gerade eine Erneuerungsbesichtigung durchlaufen hat, muss es bis zur nächsten Besichtigung nach September 2019 mit einem Ballastwasseraufbereitungssystem nachgerüstet werden. Dies erfordert mehr Zeit und Ressourcen als die meisten Schiffseigentümer erwarten – kümmern Sie sich also zeitnah darum, um am Ende keine Einbußen hinnehmen zu müssen.

Auf allen Schiffen müssen innerhalb der nächsten sieben Jahre Aufbereitungssysteme installiert werden. Die Nachfrage nach Systemen und Werftplätzen wird daher groß sein und tausende Schiffe werden darum konkurrieren.

Hinzu kommt, dass viele Lieferanten über keine ausreichenden Produktionskapazitäten verfügen, um ihre Leistung für den Ansturm der nächsten Jahre hochzufahren. Oder es fehlt ihnen an Erfahrung – und sie können nicht gewährleisten, dass Lieferung und Installation mit so vielen Beteiligten problemlos ablaufen. Damit Sie pünktlich über ein System verfügen, das alle Anforderungen erfüllt, sollten Sie sich daher für einen Lieferanten entscheiden, der beides mitbringt –Produktionskapazität und Installationserfahrung.

Wenn Sie in den Vereinigten Staaten Ballastwasser ablassen müssen, sollten Sie sogar noch wählerischer sein. 2012 ist der „Ballast Water Discharge Standard“ der U.S. Coast Guard (USCG) in Kraft getreten. Um seinen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Sie ein speziell von der USCG zugelassenes System.

2. Warum sollte ich auf ein neues Zulassungszertifikat achten?

Die BWM Convention gilt als die wichtigste internationale Richtlinie für Ballastwasseraufbereitungssysteme. Als sie ausgearbeitet wurde, war jedoch noch weit weniger über notwendige Steuermechanismen für die Ballastwasseraufbereitung bekannt als heute. Die Anwendungen und die IMO-Tests wurden über die Jahre weiterentwickelt und sind jetzt einheitlicher und strenger.

Zulassungszertifikate der IMO, die nach 2014 ausgestellt wurden, enthalten daher mehr Informationen zu den Betriebsbeschränkungen eines Systems – etwa im Hinblick auf den Salzgehalt, die Temperatur und die UV-Durchlässigkeit. Prüfen Sie jedes Zertifikat, das vor 2014 ausgestellt wurde, kritisch und beantragen Sie eine überarbeitete Version.

Das USCG-Zulassungssystem wurde sehr viel später entwickelt und baut auf Transparenz. USCG-Zulassungen, die bisher nur für eine Handvoll Systeme ausgestellt wurden, spiegeln die Fähigkeiten des System zuverlässig wider.

3. Warum sollte ich Typenzulassungsprüfungen von autorisierten Dritten durchführen lassen?

Typenzulassungsprüfungen durch autorisierte Dritte gewährleisten die Transparenz, Glaubwürdigkeit und letztlich die System-Compliance. Audits durch Drittprüfstellen sichern eine kontrollierte Testumgebung und realistische Prüfbedingungen, so dass keine Systemdefizite übersehen werden.

Organismen beispielsweise, die nahe der Wasseroberfläche leben, sind sehr viel UV-resistenter als solche, die weiter unten angesiedelt sind. Um diese effektiv zu neutralisieren, sind Mitteldruck-UV-Lampen nötig. Kommt beim Test eine kultivierte Mischung zum Einsatz, in der solche Organismen nicht enthalten sind, ist es möglich, dass die Anforderungen erfüllt sind, obwohl in technologischer Hinsicht gespart worden ist.

Inzwischen ist deutlich mehr über die Steuermechanismen bekannt, die die Compliance sichern. Seriöse Lieferanten setzen auf eine robuste UV-Technologie, schätzen die Unabhängigkeit autorisierter Dritter und führen ihre Prüfungen mit Wasser durch, das die natürlich vorkommenden Organismen enthält – so wie Alfa Laval bei PureBallast 3.1.

4. Inspektionen der Hafenstaatskontrolle sind möglich. Was bedeutet dies für mich konkret?

Widersprüche in IMO-Zulassungen haben dazu geführt, dass Forderung nach Steuermechanismen laut wurden. Um sicherzustellen, dass IMO-zertifizierte Aufbereitungssysteme im laufenden Betrieb richtig funktionieren, wurden stichprobenartige Prüfungen vorgeschlagen. Die Verantwortung solcher Prüfungen würde der Port State Control (Hafenstaatskontrolle) unterliegen.

Diese Idee wirft mindestens genauso viele Fragen auf wie sie beantwortet, zum Beispiel:

  • Dürfte ein Schiff, das bei der stichprobenartigen Prüfung durchfällt, den Ballastwasseraustausch durchführen?
  • Was passiert alternativ mit einem Schiff, das durch eine solche Prüfung gefallen ist?
  • Wie sollten die stichprobenartigen Prüfungen in der Praxis aussehen?

Im Hinblick auf die Zeit und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung wären strengere IMO-Tests stichprobenartigen Prüfungen vorzuziehen. Schiffseigentümer und -betreiber sollten jedoch in jedem Fall darauf vorbereitet sein, dass es zu stichprobenartigen Prüfungen kommen könnte und sicherstellen, dass ihr Aufbereitungssystem jederzeit richtig arbeitet.

5. Warum sind Gesetze zur Ballastwasseraufbereitung überhaupt wichtig?

Die Wahl eines Ballastwasseraufbereitungssystems ist eine wichtige Entscheidung, wenn Sie über ein neues Schiff oder ein Retrofit nachdenken und mit beachtlichen Zusatzkosten verbunden. Ohne Ballastwasseraufbereitung würden Sie jedoch einen noch höheren Preis zahlen.

Invasive Meeresorganismen sind nicht einfach nur ein Ärgernis, sondern gehören inzwischen zu den größten Bedrohungen unserer Ozeane. Jahr für Jahr zerstören sie Fischereien und andere maritime Geschäfte. Damit verursachen sie Schäden in Milliardenhöhe. In vielen Fällen beeinträchtigen sie dabei auch das Geschäft und den Handel an Land. Sie haben sogar schon Menschenleben gekostet. (Hier einige Beispiele.)

Auch wenn Ballastwasseraufbereitung für die maritime Industrie zunächst einen zusätzlichen, unerwünschten Aufwand bedeutet – wenn wir nicht aktiv werden, hat das Konsequenzen, die für keinen von uns erstrebenswert sind.